Staffel-1-Rezension zu 'The Punisher': Marvels kleinste Superhelden-Show findet keinen Funken

'Marvels The Punisher.'



Jessica Miglio / Netflix

Die Kultur rund um den Start von „The Punisher“ war unglaublich kompliziert, da es sich beim Marvel-Spinoff theoretisch um einen Charakter handelt, der in diesem Bereich der Superhelden nur eine Supermacht hat: sehr gut mit Waffen, Messern und anderen Dingen umgehen zu können Sie könnten wählen, um Menschen zu töten. Die Identität der Marke ist so tief verwurzelt, dass sich die Premiere der Show nach der Gewalt in Las Vegas im Oktober um mehr als einen Monat verzögerte. Es ist immerhin schwer, einen fiktiven Scharfschützen zu finden, nachdem man in der Realität diese Ebene der Schrecklichkeit orchestriert hat.



Aber während es Sinn machte, das Premierendatum von 'The Punisher' zu verschieben, gab es einen Fehltritt von Netflix und Marvel. 'The Punisher' hätte am Veterans Day Premiere haben sollen. Obwohl die Serie technisch gesehen in den Welten von 'Daredevil', 'Jessica Jones' und dem Rest des Marvel-Universums existiert, ist sie weitaus weniger gewalttätig als Sie vielleicht erwarten, und stattdessen ist sie weitaus mehr in ihre Charaktere und insbesondere in ihr Leben investiert die Erfahrungen ehemaliger Soldaten, die aus dem Krieg zurückkehren.



Dies führt zu weitaus gefühlvolleren 13 Episoden als erwartet, da Frank Castle (Jon Bernthal) nach dem Tod seiner Familie einen Anschein von Frieden sucht. Leider ist es auch nicht so toll, wie man es sich von einer Marvel-Serie erhofft, auch wenn sie einen Charakter mit Frank-Charakter hat und demzufolge keine wirkliche Dynamik aufweist.

Ein Großteil dieser Staffel konzentriert sich nicht nur auf Franks Rückkehr in das zivile Leben, sondern auch auf die Probleme seiner Mitsoldaten, ihren Platz in der Welt zu finden. Dies ist ein faszinierendes Material, das jedoch nicht in dem Maße herausgefordert wird, wie es für Ihre TV-Show vorgesehen ist 13 Folgen pro Staffel. Dies ist eine verbreitete Beschwerde über die Netflix / Marvel-Serie, die sich hier jedoch besonders bewahrheitet: „Punisher“ hätte eine fantastische Staffel mit sechs Folgen sein können. Die zusätzlichen sieben fühlen sich übertrieben an.

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Dies liegt vor allem daran, dass die Show in den neuen Charakteren, die sie einführt, selten viel Frische findet. David (Ebon Moss-Bachrach), ein mutmaßlich toter Hacker, der im Untergrund lebt, fungiert im Wesentlichen als zweite Hauptrolle in der Show, da seine Familie ein wichtiger Bestandteil des Dramas wird, und dieser Thread erweist sich als unterhaltsam, wenn Frank stärker integriert wird. Und Dinah (Amber Rose Revah), die FBI-Agentin, die nach Antworten zu Frank und seinen Aktivitäten sucht, ist eine Persönlichkeit, die ihre eigene Show tragen könnte.

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Aber sie sind nicht genug, um eine dynamische narrative Welt zu erschaffen, selbst wenn Karen Page (Deborah Ann Woll) zu kurz auftritt. Die Interaktionen von Karen und Frank sind definitiv die Höhepunkte der Saison, werden jedoch begrenzt. Unterdessen ist Dinahs Untersuchung von Franks Aktivitäten faszinierend, aber viel zu langwierig. Es gibt auch ein deutliches Fehlen eines echten 'großen Übels', zum Fehlen eines besseren Ausdrucks, jenseits von Ben Barnes als dem scheinbar genialen Billy Russo, der den Schwung der Show herabsetzt.

Das Anschauen von 'The Punisher' ist nicht unangenehm. Bernthal ist eine überzeugende Führungspersönlichkeit, und die Nebendarsteller - darunter Revah, Moss-Bachrach und Jaime Ray Newman - sind Grund genug, sich darauf einzustimmen schön.

Obwohl das Engagement der Serie für charakterbezogenes Geschichtenerzählen bewundernswert ist, bleibt sie doch in dem politischen Klima gefangen, in dem sie beginnt. Das mit Abstand peinlichste Element ist die Tatsache, dass die Medien in der Welt von „The Punisher“ Frank Castle als Terroristen bezeichnen. In unserer heutigen Gesellschaft ist dies ein Wort, dem jeder weiße Mann, der viel Gewalt ausübt, aus irgendeinem Grund auszuweichen scheint. Frank sammelt im Laufe der Saison eine ganze Menge an Toten, aber es macht keinen Sinn, ihn in diesem fiktiven Kontext als Terroristen zu bezeichnen, da dies in der realen Welt niemals passieren würde.

In unserer heutigen Gesellschaft ist es außerdem schwierig, weiter in die Erzählung zu investieren, der es an genügend Komplikationen mangelt, um 13 Folgen zu rechtfertigen. Ehrlich gesagt ist der schlimmste Aspekt von 'The Punisher', dass es nicht zu viel zu sagen gibt. Es ist kompetent gemacht, anständig geschrieben, geht aber nie über Grenzen oder fordert große Ideen heraus.

Für eine Show, die angesichts des Zeitpunkts ihres Starts so kontrovers wirkte, ist das kontroverseste Element ihre mangelnde Kontroverse. Frank Castle macht einige schlechte Dinge, aber nichts Schlimmeres als das, was in Amerika regelmäßig passiert. Als Erzählung über Veteranen, die versuchen, ihren Platz in der Welt zu finden, hat „The Punisher“ etwas zu sagen. Aber es hätte so viel kürzer sein können, und seine Platzierung im Marvel-Universum fühlt sich bestenfalls tangential an.

Note B

„The Punisher“, Staffel 1, wird am 17. November exklusiv auf Netflix uraufgeführt.



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